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HD - Hüftgelenks Dysplasie |
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| Unter Hüfgelenksdysplasie (HD) verstehen wir eine Fehlbildung der Hüftgelenken. die beiden Gelenksbildenden Knochen die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. |
| Hüftgelenksdysplasie ist ein verhältnismäßig allgemeines Leiden bei Hunden, aber bis vor kurzem fast ungehört in der Katzenwelt. Wenn der Abstand nicht eng genug ist, reiben die beiden Flächen übermäßig gegeneinander, verursachen Schmerzen und am Ende Osteoarthritis (akute/chronische Knochengelenksentzündung). Wenn die Muskeln keine ausreichende Kraft haben, den Abstand zwischen dem Acetabulum und dem Kopfstück des Oberschenkelknochens beizubehalten, wird Dysplasie auftreten. |
Hüftgelenksdysplasie ist nicht ab Geburt augenscheinlich, da alle Jungtiere
mit normalen Hüfgelenken geboren werden. Das Gelenk besteht aus drei
einzelnen Knochen, verbunden mit Knorpel. Wenn das Jungtier heranreift, wird
der Knorpel allmählich durch Knochen ersetzt, bis ein festes Gelenk geformt
ist. Wenn das Jungtier in der Zeit des Stillens beginnt, sich herumzubewegen
und schließlich zu spielen, wird das Gewicht die Muskeln, die versuchen den
Oberschenkelknochen eng in der Beckenpfanne zu halten, unter Spannung
setzen. Wenn diese Muskeln nicht mit der Knochenmenge gleich stark sind,
wird das Gelenk beginnen, sich zu verformen. Normalerweise wird das Gelenk
im Alter von sechs Monaten empfindungsfähig und das Humpeln wahrnehmbar.
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| Bei Bewegung werden die Hüftgelenke regelmässig zyklisch belastet. Ein stabiles Gelenk erträgt diese lebenslange Belastung problemlos, es bleibt gesund. Die regelmässige Belastung ist sogar notwendig für die Ernährung des Gelenkknorpels. Bei einem instabilen oder fehlgebildeten Hüftgelenk jedoch führt die wiederkehrende Fehlbelastung zu Zerrungen der Gelenkskapsel, der Bänder und zur Schädigung, des Gelenkknorpels und der gelenksbeteiligten Knochen. Es entwickeln sich knöcherne Zubildungen und Verformungen am Gelenk, welche auf dem Röntgenbild als bleibende Arthrose sichtbar sind. Die Folgen sind Schmerzen im Hüftgelenk. |
Dieser
Defekt ist augenscheinlich bei großen schwerknochigen Tierrassen, kann aber
bei jeder Rasse vorkommen. Es ist offensichtlicher bei sehr schwerknochigen
Rassen, weil das geringere Verhältnis von Muskeln zu Knochen dem Kopfstück
des Oberschenkelknochens erlaubt, sich aus der Hüftpfanne zu drehen,
schließlich verursacht, die Pfanne zu verformen und kleinere Splitterbrüche
auftreten.
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Die
genetischen und umgebungsbedingten Faktoren, die Dyspläsie mit sich bringen,
sind noch nicht vollständig erörtert, besonders weil der Defekt in der
tierärztlichen Katzenliteratur so selten identifiziert wurde. Die Faktoren
enthalten das genetische Erbe der abflachenden Beckenpfanne oder eines
deformierten Oberschenkelhalsknochens, die Physik der Verteilung des
Gewichts und der Stärke der Muskeln, welche die Bewegung der Beine
kontrollieren.
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| Ein erfahrener örtlicher Tierarzt schickt Röntgenaufnahmen von allen Subjekten, die für den Defekt anfällig sind, an die Hüftgelenksdysplasie-Registrierungsstelle , um von einem orthopädischen Spezialisten für Tiermedizin gelesen und beurteilt zu werden. Ein Grad von Dysplasie wird festgesetzt und eine Bescheinigung an den Eigentümer geschickt. Dieses System ist nicht leicht zu überlisten, weil jedes Tier eine Nummer in einem Hauptregister erhält. Der Grad der Dysplasie wird in 7 verschiedenen Kategorien festgehalten - excellent, good, fair, borderline, mild, moderate, severe. Eine Katze sollte nur dann zur Zucht eingesetzt werden, wenn einer der ersten drei Grade festgestellt werden kann. |
Es gibt keine Behandlung für diese Krankheit, welche die gesamte normale Funktion wiederherstellen würde. Die Behandlung, die am häufigsten empfohlen wird, ist eine chirurgische Hüfttransplantation. In dieser Operation wird der Kopf des Oberschenkelknochens entfernt und eine nichtrostende Stahlprothese an den Stumpf angeheftet oder angeschraubt. Dieses Verfahren versagt oft nach einem Jahr oder mehr. Noch vor kurzem hatten einige Tierärzte Erfolg mit dem einfachen Entfernen des Kopfstückes des Oberschenkelknochens. Auf diese Weise wird die Schmerzquelle ausgesondert. Das ist außerdem sehr viel preiswerter und erfordert weit weniger postoperative Pflege als eine Hüfttransplantation. Trotzdem es schrecklich klingt, hält die existierende Muskulatur den verbleibenden Stumpf des Oberschenkelknochens an der richtigen Stelle, was relativ schmerzfreie Bewegung erlaubt, obwohl nicht länger mit gerader Haltung. Manchmal kann das Entfernen unbedeutender Muskeln, Pectineus Myotomy (operative Muskeldurchtrennung) genannt, helfen. Einige Medikamente vermindern die Schmerzen, bei älteren Tieren, 8 - 10 Jahre alt, hilft oft eine Einschränkung der Bewegung bei der Verringerung der Schmerzen. |