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HCM - Hypertrophic Cardiomyopathy |
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| Kardiomyopathie bedeutet übersetzt Herzmuskelerkrankung. Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Erkrankung, welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Die Verdickung kann die gesamte Herzmuskeln, aber auch nur Teilabschnitte umfassen. Die Muskulatur des Herzens wächst praktisch in den Kammerinnenraum, so dass sich das Lumen im Verhältnis zur Wandstärke erheblich verkleinert. Das herz kann sich jetzt nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, worauf es zu einem Rückstau in die linke Vorkammer und anschliessend in den Lungenkreislauf kommt. Die Bildung von Lungenödemen (Flüssigkeit in der Lunge) oder Pleuralergüsse (Flüssigkeit in der Brusthöhle) ist die Folge. Die HCM ist die häufigste Herzerkrankung bei Katzen. |
| Man unterscheidet zwischen Primären
und Sekundären Hypertrophen Kardiomyopathien. Primär bedeutet, dass die
Ursache im Herzmuskel selbst liegt. Es handelt sich um einen genetischen
Defekt, welcher mittels eines autosomal dominanten Erbgangs mit variabler
Penteranz weitervererbt wird. Männliche Tiere sind häufiger, bezw. früher
betroffen als weibliche Katzen. Die betroffene Katzen sind zumeist Tiere im
Alter von 3/4 bis 5 Jahren.
Als zweite Form unterscheidet man die sekundäre HCM. hier kommt es aufgrund einer zugrunde liegenden systemischen Erkrankung zu Ausbildung der Hypertrophie. Ursachen sind u.a. Krankheiten, die mit einem erhöhten Blutdruck einhergehen, wie z.B. chronisches Nierenversagen. eine andere Ursache ist eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), die über mehrere Mechanismen zu einer HCM führen kann. |
| Die Erkrankung ist für den Besitzer im
Anfangstadium, wenn überhaupt, nur sehr schwierig zu erkennen. Katzen zeigen
im Gegensatz zu Hunden selten typische Anzeichen einer Herzerkrankung, wie
Husten oder Leistungsschwäche. Im fortgeschrittenen Stadien kommt es oft zu
Atemnot, welche sich häufig durch Hecheln zeigt. Dies kann ein Warnsignal
sein, welches immer durch einen Tierarzt abgeklärt werden sollte.
Weitere hinweisende Symptome für eine Herzerkerkrankung sind: mangelnder Appetit, vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis, deutlich nachlassende Spielfreude und Belastbarkeit, beschleunigte Atmung mit Bauchpresse, Atmen (hecheln durch den offenen Fang nach Belastung, bläuliche Schleimhäute, tastbar/sichtbar beschleunigte Herzfrequenz, unklare Umfangsvermehrung des Leibes durch Wasseransammlung |
| Die endgültige Diagnose kann nur mittels eines Herzultraschalls gestellt werden. Deshalb ist die Echokardiographie, die Ultraschalluntersuchung des Herzens, Diagnostikum der Wahl. Mit Hilfe des ein- und zweidimensionalen Echokardiogramms kann der erfahrene Untersucher genaue Aussagen zu den kardialen Kammer- und Herzwanddimensionen sowie der Muskelkontraktilität und Auswurfleistung machen. Die Dopplermethode ermöglicht darüber hinaus die Bestimmung der Blutflussrichtung und Geschwindigkeit und ist damit der Diagnostik von Herzgeräuschen von unschätzbarem Wert. Die Echokardiographie bietet zudem als einzige Methode die Möglichkeit, die prognostische äusserst ungünstige Thrombenbildung in den Vorhöfen zu erkennen. Mit Hilfe der Echokardiographie können die felinen Kardiomyopatien, wie hypertrophische, dilatative und restriktive (intermediäre und nicht klassifizierte) Kardiomyopathien voneinander unterschieden werden. |
| Deshalb macht es auch Sinn, Katzen zu Ultraschallen, bevor mit ihnen gezüchtet werden soll, Hierbei sollten männliche Tiere ab 2 Jahren und weibliche Tiere ab 3-4 Jahren echokardiographisch untersucht werden. Da diese Untersuchung meist an klinischen unauffälligen Katzen durchgeführt werden, also die Veränderungen am Herzmuskel oft noch sehr gering sind, sollte diese Zuchtuntersuchung nur von Spezialisten (Kardiologen) mit grosser Erfahrung durchgeführt werden. |
| Der Kardiologe entscheidet anhand der gesammelten Befunde, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht. Bei Katzen gibt es keine Standardtherapie für HCM, sondern die Therapie wird auf das jeweilige Tier, das Stadium der Erkrankung, sowie speziellen Erwägungen zufolge auf den einzelnen Patienten hin zugeschnitten. |
| Die Prognose ist abhängig vom Schweregrad Erkrankung, auftretenden Komplikationen, sowie vom Ansprechen des Tieres auf die Medikamente. Gerade Katzen reagieren beim letztgenannten Punkt sehr individuell, was eine genaue Prognosestellung unmöglich macht. Das auftreten von Thrombemolien ist ein prognostisch überaus ungünstiges Zeichen. Wenn Katzen im Frühstadium mit HCM diagnostiziert werden, können sie aber auch noch viele Jahre leben. |