Katzenseuche

 

 
Die Katzenseuche, welche durch das Parvovirus verursacht wird, betrifft in der Regel jüngere Tiere und beginnt oft mit Mattigkeit, allgemeiner Lustlosigkeit und Reduzierung oder vollständigem Verlust des Appetits. Es lässt sich meistens Fieber mit über 40 Grad C feststellen. Zum typischen Krankheitsbild gehört Erbrechen, später oft auch Durchfall. Diese für die Katzenseuche typische Form (akuter Verlauf) führt ohne Behandlung innerhalb von wenigen Tagen zum Tod.
 
In der Aussenwelt kann das Parvovirus jahrelang ansteckend bleiben. Es ist nachgewiesen, dass Katzen sich in Räumen anstecken können, in denen vorher andere Tiere lebten, welche mit dem Kot Parvovirus ausschieden. Für die Infektion am wichtigsten dürfte aber der direkte Kontakt sein. Besonders empfänglich sind Jungtiere im Alter von sechs Wochen bis etwa vier Monaten.
 
Die Behandlung zielt darauf ab, den durch den Durchfall entstandenen Flüssigkeitsverlust im Dauertropfinfusionen von Salzlösungen, denen auch Traubenzucker beigegeben wird, zu beheben. Durch den im Verlauf der Katzenseuche auftretenden Verlust der weissen Blutzellen verliert die Katze einen wichtigen Abwehrmechanismus gegen Bakterien. Daher behandeln viele Tierärzte Katzen mit Parvovirus-Infetkion vorsichtshalber gleichzeitig mit Antibiotika, um allenfalls vorhandene krankmachende Bakterien an der Vermehrung zu hindern.
 
Die Heilungschancen hängen einerseits vom Schweregrad der Erkrankung ab und andererseits vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginns. Je leichter der Erkrankungsgrad ist und je früher der Behandlungszeitpunkt liegt, desto grösser sind die Chancen einer vollständigen Genesung.