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PKD - Polycystic Kidney Disease |
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| Der Begriff der PKD (polycystic kidney disease) stammt aus dem Angloamerikanischen und beschreibt eine Krankheit, bei der zahlreiche Zysten, also mit wäßrigem Inhalt gefüllte Räume, in der Niere auftreten. Hier ist die Erkrankung den Tierärzten meist unter der Bezeichnung "Polyzystisches Syndrom" bekannt. Diese Ausdrucksweise kommt dem Wesen der Erkrankung näher, da die Zysten neben der Niere, in der sie am häufigsten auftreten, auch bei circa acht Prozent der Katzen in der Leber gefunden werden, selten in der Milz, der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), dem Eierstock (Ovar), der Gebärmutter (Uterus) oder der Lunge. |
Polycystic Kidney Disease ist eine vererbbare Nierenkrankheit die in Perserkatzen entdeckt wurde. Über die Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) wurde vereinzelt seit 1967 in der Literatur berichtet, aber richtige Studien zu dieser Nierenerkrankung begannen erst 1990. Eine betroffene 6 Jahre alte weibliche Perserkatze wurde mit vergrößerten Nieren und Symptomen von Nierenversagen an die Staatl. Universitätshochschule Ohio überwiesen. Die Diagnose lautete letztendlich PKD. Mit den Nachkommen dieser Katze wurde eine Kolonie gegründet und die Forschung über den Krankheitsverlauf konnte beginnen. |
| PKD ist keine ansteckende Krankheit. PKD ist ein Autosomal Dominates Erbmerkmal. Ein kleiner Rückblick in die Genetik ein "autosomal dominantes" Gen ist, wenn es sich zeigt, sobald es vorhanden ist – sogar wenn es nur von einem Elternteil vererbt wurde. Man kann also sagen eine PKD freie Katze ist auch genetisch PKD frei! Wenn die Katze PKD positiv ist, muß man unterscheiden ob sie heterozygous/mischerebig (das Gen von einem Elternteil geerbt) ODER homozygous/reinerbig (das Gen von beiden Elternteilen geerbt) ist. |
PKD ist mit einem Ultraschallgerät sehr einfach zu diagnostizieren und somit kann man die Krankheit in einem sehr frühem Stadium erkennen. Dies erfordert lediglich das Abrasieren eines kleinen Streifens Haare am Unterleib und ein wenig Zeit zum Erkennen möglicher Zysten. Mit der richtigen Ausrüstung und einem erfahren Tierarzt kann dies schon im Alter von 8 Wochen erfolgen. Normalerweise ist es so: je älter die Katze um so größer die Zysten und um so einfacher sind diese zu entdecken. Wenn die Katze annähernd 10 Monate alt ist sind Ultraschalldiagnosen bis zu 98% sicher. |
| PKD ist eine Krankheit die im fortgeschrittenen Alter sichtbar wird. Zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr treten vergrößerte Nieren und Nierenfunktionsstörungen auf. (Durchschnittsalter 7 Jahre). Dieser Zustand ist erblich bedingt und die Zysten sind von Geburt an vorhanden – sind aber bei jüngeren Tieren kleiner. |
| Es gibt keine spezielle Behandlung bei dieser Krankheit. Die Behandlung ist ähnlich der Behandlungen von chronischem Nierenversagen aufgrund anderer Ursachen. Die Behandlung beinhaltet eingeschränktes Protein, reduzierte Diät (jedoch unter Verwendung eines biologisch hochwertigen Proteins), diätgemäße Phosphor-Beschränkung, immer verfügbares frisches Wasser, Gebrauch von Phosphatbindern und falls notwendig die Behandlung von Anämie. |
| Das Ende bedeutet Nierenversagen. Einige der klinischen Anzeichen sind Depressionen, fehlender oder reduzierter Appetit, übermäßiger Durst, übermäßige Urinabgabe und Gewichtsverlust. Ein auffallender Unterschied , wann und wie schnell die einzelnen Katzen erliegen, besteht darin wie schnell die Krankheit bei den einzelnen Tieren fortschreitet. Es besteht aber die Möglichkeit, dass sich die Krankheit spät im Leben der Katze entwickelt, so dass die Katze aus anderen Gründen stirbt bevor die Nieren versagen. Wie auch immer, wenn die Zysten anfangen zu wachsen und dadurch Probleme verursachen ist am Ende ein Nierenversagen sicher. |